DE:250 "Verbot für Fahrzeuge aller Art" an Wald- und Feldwegen in Baden-Württemberg

Hallo,

ich habe auf meinen letzten Radtouren damit begonnen, die Standorte von Verkehrszeichen DE:250 (Verbot für Fahrzeuge aller Art) zu notieren. Oftmals mit Zusatzzeichen, z.B. DE:1026-38 (Land- und forstwirtschaftlicher Verkehr frei). Innerhalb von wenigen Touren komme ich schon auf über 100 Standorte.

Meiner Meinung nach gibt es für einen Großteil der DE:250-Schilder, die theoretisch auch das Radfahren verbieten, keinen Grund. Ein Zeichen DE:260 (Verbot für Kraftfahrzeuge) würde es genauso tun, da sich dahinter meist ein gut ausgebauter tracktype=grade2 oder grade3-Weg befindet. Ab und an sogar ein asphaltierter grade1-Weg.

Mein Wohnort macht es schon recht gut, dort finde ich zu 90% nur noch DE:260-Schilder. Anders sieht es in manchen Nachbargemeinden aus, wo das Verhältnis eher umgekehrt ist, und fast jeder Weg mit einem DE:250 gesperrt ist. In manchen Wäldern dort dürfte man theoretisch auf keinem einzigen Weg mit dem Fahrrad fahren.

Nun meine Frage:
Kennt sich jemand mit der in Baden-Württemberg geltenden rechtlichen Situation aus? Kann die Gemeinde einfach frei entscheiden, ein DE:250 anstatt eines DE:260 aufzustellen und somit auch Radfahrer auszuschließen oder müsste nicht eigentlich jedes DE:250 gut begründet werden? In Baden-Württemberg gibt es im Wald ja zusätzlich noch die 2m-Regel, doch was bringt diese, wenn selbst die meisten 2m-Wege durch ein DE:250 gesperrt sind?

Ich möchte die betroffenen Gemeinden kontaktieren und nachfragen, welche Gründe der übermäßige Gebrauch der DE:250-Zeichen hat. Vielleicht hilft es, wenn ich dann auch schon direkt einen Hinweis auf die rechtliche Lage mitliefern kann.

Danke
Shaun das Schaf

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