JOSM Prüfungen beim Upload: Was sollte neben den geänderten Objekten noch geprüft werden?

Moin!
Wegen Selbstüberschneidende Linien: arbeitet der Datenprüfer bei JOSM sauber?
schaue ich mir gerade an, was JOSM eigentlich bisher alles prüft, wenn ich z.B.
S1) einen Highway-Knoten verschiebe oder
S2) einen Weg trenne, der zu einer route=* Relation gehört, um dem einen Teil ein anderes surface=* zu geben
und dann sofort den Upload starte.

Ich hätte erwartet, dass eine Liste der Objekte erstellt wird, die zum Server hochgeladen werden müssen und diese Liste dann durch die Prüfungen “geschickt” wird. Die einzelnen Prüfungen schauen evtl. auf weitere Daten, um z.B. bei 1) herauszufinden, dass nun eine Straße einen Fluß kreuzt.
Was tut JOSM tatsächlich?

  1. Beim verschobenen highway-Knoten wird genau nur dieser Knoten geprüft, nicht aber die Wege, die zu diesem Knoten “gehören”. Geometriefehler wie “Spitzer Winkel” werden so bisher nicht gefunden, genausowenig Fehler wie “Überschneidung Gebäude/Straße”
  2. Es werden - wie erwartet - der neue Wegteil und der alte Teil geprüft sowie die Routen-Relation, die sich ja geändert hat, aber auch alle anderen Wege der Routen-Relation, die sich in den heruntergeladenen Daten befinden und auch noch deren Knoten.
    In meinem Fall führt das dazu, dass mir ein
    " Verdächtige Merkmalskombination - tracktype=grade2 zusammen mit surface=ground (1)"
    angezeigt wird und natürlich stoppe ich den Upload, um mir das anzuschauen. Die Meldung bezieht sich aber eben nicht auf die Wegteile, die ich gerade bearbeitet habe, sondern auf einen anderen Weg, der auch zur Route gehört und “zufällig” auch in meinen Daten mit drin ist.

Ich würde es eigentlich genau anders rum haben wollen:

  1. Die Verschiebung eines Wegknotens sollte mindestens dazu führen, dass auch der Weg geprüft wird und so möglichst alle dadurch entstandenen Geometriefehler gefunden werden. Es gibt da aber so einige Problemfälle. “Beliebter” Fehler: Ich rücke einen landuse=residential Wegknoten zurecht und sehe nicht, dass nur ein Teil der Daten runtergeladen ist und damit JOSM gar nicht erkennen kann, dass sich jetzt anderswo Gebiete überlappen oder schneiden, nicht mal, wenn ich die Komplettprüfung anwerfe.

  2. Die Änderung eines Mtgllieds in einer Relation sollte nicht dazu führen, dass mir die (alten) Fehler oder Probleme in anderen Mitgliedern aufgelistet werden, aber da das mindestens seit 2010 so passiert, bin ich da wohl eher alleine? Ich finde das insbesondere dann sehr störend, wenn ich z.B. einen neuen separaten Radweg mappe und dann die Radrouten darauf “verschiebe”. Dann lade ich normalerweise jeweils die komplette Routen-Relation. Beim Upload bekomme ich dann jede Menge Fehler gemeldet, die oft +100 km von der Stelle entfernt sind, an der ich etwas geändert habe. Wer nur mal Relation 1988827 (D7) mit “Relationselementen” runterlädt und dann die Komplett-Prüfung startet, weiß, was ich meine.

Was machen andere OSM-Editoren da? Was sollte JOSM machen?

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